Seemansgarn


 

Auch wenn der Sommer schon fast wieder rum ist, muss ich euch doch noch meine letzte Taschenhäkelei zeigen. Eigentlich ist sie ja schon seit Wochen fertig und wartet darauf gezeigt zu werden, aber wie das so mit vier Kindern in den Sommerferien ist, kam ich einfach nicht dazu, mich an den Laptop zu setzen.

Nun haben sie den Auftrag bekommen, mal wieder in ihre Schulbücher zu schauen und ich habe wieder ein bisschen Luft. Ja ich gestehe, ich gehöre zu den grausamen Eltern, die ihre Kinder dazu nötigen sich in den letzten Ferienwochen mit Vokabeln & Co zu beschäftigen. Ich finde einfach, dass es nicht schadet, ihre Gehirnzellen, die seit Wochen im Sparmodus laufen, mal wieder etwas in Gang zu bringen. 😉

Aber zurück zum Eigentlichen. Die Idee zu dieser Häkeltasche kam mir, als ich die Umkleidekabine für unser Pool gestrichen habe. Ich wollte diese mit einem Anker verzieren bzw. streichen und überlegte wie ich wohl eine Strandtasche mit Ankermotiv häkeln könnte.

 

 

 

Da ich den Anker aber nicht mit einhäkeln wollte (ich mag dieses Fadenwirrwarr einfach nicht), habe ich mir auf ein kariertes Blatt Papier ein Ankermotiv im Kreuzstichmuster aufgezeichnet, um es dann später auf die Tasche zu sticken.

Das ging eigentlich ganz gut. Falls ihr das auch mal versuchen wollt, geb ich euch den Tipp, den Faden hierfür doppelt zu nehmen oder ein sehr viel dickeres Garn zu verwenden, als das Garn, das ihr für den Untergrund benutzt habt.

 

 

 

Apropos Garn… ich habe für die Tasche Baumwollgarn „King Cotton“ von Gründl und Nadelstärke 5,0 verwendet.

Verbraucht habe ich:

  • ca. 130g von der roten Wolle (Boden und oberer Rand)
  • je ca. 70g von weiß und dunkelblau für die Streifen

 

 

Und so ist meine Ankertasche entstanden:

(…bitte entschuldigt, die Bildqualität ist diesmal nicht optimal, da ich ausnahmsweise mit dem Handy fotografiert habe… ich gelobe Besserung! )

Häkelmuster: nur feste Maschen

Als Boden habe ich ein Rechteck gehäkelt, das ungefähr eine Länge von 25cm hatte.

 

Um eine  schönen räumlichen Übergang vom Taschenboden zum Taschenkörper zu bekommen, habe ich die nächste Runde nur fM ohne Eckenzunahmen gehäkelt und dabei nur in das hintere Maschenglied eingestochen.

 

Anschließend sieben Runden fM in rot und dann abwechselnd je 5 Runden fM in dunkelblau und in weiß.

 

Nach dem 4. dunkelblauen Block wieder drei Runden mit rot weiter häkeln.

In der 4. Runde kommen die Löcher. (In welchen Abständen ihr eure Löcher häkeln müsst, hängt natürlich von eurer Maschenzahl ab. Also unbedingt vorher erstmal ausrechnen.)

Ich habe hierfür nach jeder 5 Masche  2Lm gehäkelt, dann 2 Maschen übersprungen und wieder 5 fM gehäkelt.

 

Anschließend noch 4 Runden fM in rot weiter häkeln. Dabei in die Löcher der Vorrunde jeweils 2 FM häkeln. Um eine schöne Abschlusskante zu bekommen, habe ich zuletzt noch eine Runde Km gehäkelt und dabei nur in das hintere Maschenglied eingestochen.

 

Jetzt kommt das Sticken des Ankers. Dazu einfach laut Stickschrift im Kreuzstich in rot (entweder mit dickem Garn oder doppelten Faden!) den Anker aufsticken. Ein kleiner Tipp,  damit ihr beim Sticken der Kreuzen nicht durcheinander kommt: Nehmt euch immer einen kleinen Block von ca. 3 oder 4 Kreuzen vor und markiert diese im Anschluss farbig auf eurer Vorlage.

 

Zum Schluss alle Fäden vernähen (ja ich weiß, es ist lästig, hilft aber nix) und abschneiden.

Nun noch ein Seil einfädeln und verknoten. Fertig! …  Zumindest was das häkeln betrifft.

Ich habe aus einem Plastik-Platzset noch einen Taschenboden ausgeschnitten und in die Tasche gelegt, damit sie auch schönen Stand hat. Zusätzlich bin ich am Überlegen, ob ich noch aus dickem Canvas Stoff ein Futter einnähen soll. Mal sehen.

Aber das könnt ihr ja machen , wie ihr wollt. Ich wünsch euch viel Spaß, falls ich euch zum Nachhäkeln animiert habe und noch eine tolle Restwoche!

 

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